Quinoa-Süßkartoffel-Maki mit Avocado und Spinat

kochen16Eigentlich kochen wir beide recht gerne, aber die Idee, Sushi selbst herzustellen, hat uns bis jetzt doch eher abgeschreckt. Sushi ist in dieser Hinsicht ein bisschen wie Schnitzel – eigentlich gar nicht so schwer zu machen, aber irgendwie ordert man es dann doch lieber im Restaurant und überlässt die Zubereitung denen, die wirklich wissen, was sie tun. Da wir aber hier mit euch unbedingt auch Rezepte teilen wollen, hieß es für uns: rein ins kalte Wasser.
Die Recherchearbeit für unser erstes Sushi-Experiment war rasch abgeschlossen. Nachdem wir, wie gesagt, ein wenig skeptisch waren, ob alles reibungslos ablaufen würde oder wir am Ende vor lauter Frust die Zutaten einfach aus einer Schüssel löffeln würden, entschlossen wir uns, zum Auftakt auf Fisch zu verzichten. Wir sind der Meinung, dass es sich bei Fisch wirklich lohnt, auf die Qualität und nachhaltigen Fang zu achten – doch das geht leider ins Geld. Der Suchmaschinencheck konnte diesbezüglich problemlos Abhilfe schaffen und schon nach wenigen Klicks auf vegetarische und vegane Sushi-Rezepte wussten wir, an welche Kombi wir uns wagen wollten: Quinoa-Süßkartoffel-Maki mit Avocado und Spinat. Bis auf wenige Ausnahmen können wir uns essenstechnisch glücklicherweise meistens für die gleichen Dinge begeistern. Quinoa – geht immer, Süßkartoffel – ooooh yesss, Avocado – Volltreffer.
Die Zutaten waren leicht und relativ günstig zu bekommen. Für die Frischware (Süßkartoffel, Avocado, Spinat, Nori-Blätter) gaben wir ungefähr 7 Euro aus. Quinoa hatten wir zu Hause, Soja-Sauce, Reisessig, Wasabi-Paste und Sesam rissen mit um die 8 Euro auch nicht wirklich ein Loch ins Budget, man braucht nicht viel davon und zudem bekommt man sie mittlerweile nicht nur in ausgewählten Delikatess-Geschäften am Naschmarkt, sondern nahezu bei jedem größeren Supermarkt am Eck! Im Vergleich zu den mindestens 8 Euro, die man in einem guten Sushi-Restaurant für eine Maki-Rolle durchaus einplanen muss, kamen wir preislich also ziemlich gut weg: wir wurden zu viert wirklich mehr als satt (sogar Mr.Y – und der verdrückt schon Einiges).
Besonders auf das Quinoa als Ersatz für den Reis waren wir sehr gespannt. Wir sind beide große Fans des kleinen Korns, das auch oft als Inkareis bezeichnet wird. Es zählt (wie beispielsweise Amaranth) zu den sogenannten Pseudogetreiden, da es eine getreideähnliche Zusammensetzung hat, ist aber glutenfrei und daher auch für Menschen mit Glutenunverträglichkeit bestens geeignet. Quinoa enthält alle neun essentiellen Aminosäuren und einen hohen Anteil an pflanzlichem Eiweiß. Leider ist Quinoa etwas teurer, man braucht allerdings für das Rezept keine sehr große Menge (Reste eignen sich auch hervorragend!). Selbstverständlich kann man das Quinoa auch einfach durch herkömmlichen Sushi-Reis ersetzen.

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Bevor es ans Rollen ging, mussten wir das Quinoa und die Süßkartoffeln vorkochen und etwas abkühlen lassen. Das Quinoa köchelt ca. 15 bis 20 Minuten, die Süßkartoffeln brauchen zwischen 5 und 10 Minuten. Hier also in etwa eine gemütliche Stunde einplanen, bis alles gekocht, ausgekühlt und bereit zum Verarbeiten ist. Währenddessen schnitten wir schon mal die Avocado, wuschen den Spinat und richteten alles für die Zubereitung her.

Die ging dann allerdings wirklich super schnell. Wir haben unsere Maki mit diesem tollen Easy Sushi-Maker gerollt (nicht sehr authentisch, schon klar, aber das Rollen geht damit wirklich leicht und man bekommt jedes Mal ein perfektes Ergebnis). Alternativ kann man die Maki natürlich mit einer klassischen Sushi-Matte rollen, wie das auch die Profis tun.

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Wir waren positiv überrascht, wie reibungslos alles ablief. Ein paar Löffel Quinoa in die Mitte des Nori-Blattes, mit Avocado- und Süßkartoffel-Streifen auffüllen, einige Blätter Spinat oben drauf, zusammenklappen – rollen – fertig! Kleiner Tipp: um das Nori-Blatt ein wenig geschmeidiger zu machen, einfach kurz nach dem Rollen mit den Händen anfeuchten.

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Geschmacklich überzeugten uns die Rollen total! Vor allem die Kombination Süßkartoffel und Avocado ließ uns den Fisch wirklich nicht vermissen. Auch das Quinoa eignet sich hinsichtlich Konsistenz und Geschmack (leicht nussig) als interessante Abwechslung zum gewohnten Sushi-Reis. Sogar Prinzessin Mononoke, die während unseres Koch-Versuchs wiederholt dafür plädierte, doch endlich was von McDonalds zu bestellen, hatte ein paar lobende Worte für uns – und das ist wirklich ein Kompliment!

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Unser Fazit: Maki selbst herzustellen ist viel unkomplizierter, als wir uns das vorgestellt haben – eine super Alternative zu Nudeln mit Sugo. Und auch Gäste lassen sich mit relativ wenig Aufwand beeindrucken. Eigentlich könnt ihr diese auch gleich in die Zubereitung miteinbinden – gemeinsam kochen macht schließlich doppelt Spaß und so kann sich jeder auch seine ganz persönliche Lieblingsroll „zusammenbasteln“. Wir werden uns jedenfalls auch in Zukunft an selbstgemachte Sushi-Kreationen wagen … stay tuned!

Das Rezept für unsere tollen Quinoa-Süßkartoffel-Maki findet ihr übrigens HIER. Viel Erfolg beim Nachkochen!

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