Sakura Kaiten Sushi Bar, Leipzig

20150810_204151    Die sächsische Küche ist bekannt für deftige Gerichte und traditionelle Beilagen – doch mischen sich auch Süßwasserfische wie Forelle und Karpfen, aber auch Krebse (beispielsweise im Leipziger Allerlei) in die Speisenkarte der Sachsen.  Ein guter Grund, die Fisch-Qualitäten in „Leipz’sch“ näher unter die Lupe zu nehmen – natürlich japanisch zubereitet. Unsere Wahl fiel auf die Sakura Kaiten Sushi Bar, da uns der Name neugierig machte: „Sakura“ bedeutet auf deutsch Kirschblüte, „Kaiten“ jedoch war Ende des zweiten Weltkrieges ein japanischer Torpedo.

Die Bar in der Innenstadt erinnert dann glücklicherweise nicht an die Unterwasserwaffe, sondern lädt mit schlichtem, stilbewusstem Design auf eine kurze Reise nach Japan ein. Man lässt sich entweder an einem klassischen Restauranttisch mit à la carte-Service oder an der Bar mit geschmackvoller running-sushi-Selbstbedienung rund um die Showküche nieder. Wobei „running“ hier nicht ganz zutreffend ist, da das Sakura die japanischen Pralinen (wie sie selbst Sushi auf ihrer Homepage beschreiben) auf kleinen Holzschiffchen im Wasser auf Tour zu den hungrigen Gästen schicken. Wir entschieden uns aufgrund des Angebotes der Speisenkarte jedoch gegen floating-sushi und nahmen an einem der Tische Platz.

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4 Special Rolls hatten unser Interesse geweckt: Crunchy Tuna, Crunchy Salmon, Ebi Tempura und eine vegetarische Variante mit Blattspinat-Mantel (Hourenso). Die beiden Crunchy Rolls waren außen herum in Tempurateig frittiert und mit einem Durchmesser von etwa 7cm durchaus groß – was den fleckenlosen Verzehr ziemlich erschwerte. Der Tempurateig war recht fett-getränkt, die beiden Rolls somit ziemlich schwer und für Sushi ungewohnt deftig. Beim Crunchy Tuna bestand die Füllung aus gehacktem Thunfisch in einer schäferen Sauße, die leider den Thunfischgeschmack überlagerte. Die Ebi Tempura Roll war mit einer frittierten Garnele im Norikleid gefüllt und mit inside-out Reis ummantelt und war wesentlich weniger fettig und deftig als die beiden Crunchy Rolls. Der Klacks japanischer Mayo passte hervorragend dazu. Eindeutiger Favorit unserer Special-Roll-Auswahl war Hourenso: tempura-frittiertes Gemüse im Noriblatt, Reis und abschließend Blattspinat mit Sesamkörnern. Der Spinat war frisch, wunderbar würzig und eine schöne Kombi mit dem sonst etwas schweren Tempurateig.

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Abschließend gönnten wir uns noch 2 Mochis – einmal mit Schwarzbohnenfüllung, einmal mit Nuss. Süß (in jeder Bedeutung des Wortes), samtig, weich, die typische witzige Konsistenz – 2 richtig leckere Mochis.

Das Kirchblüten-Torpedo kann also mit hübschem Ambiente überzeugen, die Fischqualität ist super. Je nach Rolle wird es aber manchmal etwas fettig und deftig – ganz passend für Leipzig und die sächsische Küche!

Ingwer: angenehme Schärfe und Konsistenz

Wasabi: mild, cremig

Sakura-Kaiten-Sushi-Bar

Bosestraße 4

04109 Leipzig

Öffnungszeiten Mo-Fr 11:30-14:30, 18:00-24:00; Sa und So 18:00-24:00

Reservierungen hier!

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