Sticks’n’Sushi Kopenhagen

20160721_190051_resizedKopenhagen – eine Stadt, die kulinarisch neue Standards setzt: mit 15 Michelin-Stern-ausgezeichneten Restaurants, darunter sogar eines, das viermal zum besten Lokal der Welt gewählt und ein weiteres, das dieses Jahr mit 3 Michelin-Sternen ausgezeichnet wurde. Wir versuchen hier jedoch etwas völlig Neues für Euch – Restaurant-Ketten-Sushi! Denn in Kopenhagen darf man das, Kopenhagen ist anders: hier gibt es laut Reiseführern und BewohnerInnen nahezu kein schlechtes Essen (und auch kein billiges :-)). Wir machen also die Probe aufs Exempel und wählen ein hochklassigeres, aber dennoch Ketten-Sushi, das Sticks’n’Sushi.

Mit 10 Lokalen in Dänemark, 5 in Großbritannien und der baldigen Eröffnung einer Filiale in Berlin stellt das Sticks’n’Sushi fast schon eine (nord)-europäische Sushi-Großmacht dar. Und nach unserem Besuch ist klar: völlig zu recht! Um einen guten Überblick des Angebots zu erhalten, wählen wir – fast schon traditioneller Weise – eine gemischte Platte mit dem klingenden Namen ‚Upgrade your Day’. Der freundliche Kellner schlägt eine Servier-Reihenfolge vor, die das Sushi geschmacklich am besten zur Geltung bringt – wir willigen ein und warten gespannt. Zu Beginn dürfen wir Edamame ‚zutzeln’ – perfekt gegart, gut gewürzt. Das darauffolgende Lachs-Sashimi zergeht auf der Zunge und hinterlässt ein wunderbar weiches, feines Gefühl im Mund. Auch die rosig gebratene Entenbrust im Reispapier-Maki, der Klassiker des Lachs-Nigiri in zwei Varianten und die Crunchy Rolls übersteigen unsere Erwartungen bei weitem. Uneinholbar jedoch das Thunfisch-Nigiri – schon lange haben wir diesen (eigentlich 08/15) Fixbestandteil jeder Sushiplatte nicht so gut gegessen: Fisch zart, geschmacklich leicht, hervorragende Konsistenz (bei Thunfisch ja oft ein bisschen schwierig).

 

Die gegrillten Sticks, die abschließend gereicht werden (Ziegenkäse im Schinkenmantel, mariniertes Huhn und Speck-Spargel), können mit dem Sushi durchaus mithalten und bieten auch dem nicht so Sushi-affinen Gast eine gute Alternative.

Prinzessin Mononoke – unsere Spezialistin für Lachs – war ebenfalls hin und weg. Besonders das zarte Sashimi konnte sie begeistern, eine Leistung, die noch nicht viele Sashimis zu Stande gebracht haben. Akamaru gab sich mit dem bereitgestellten Wassernapf und der Hündin am Nebentisch zufrieden.

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Preislich liegt das Sticks’n’Sushi im Kopenhagener Mittelfeld – für die gemischte Platte, eine kleine Extra-Rolle und 3 antialkoholische Getränke wurden wir 1000 dänische Kronen (etwa 135 Euro) los. Wenn man bedenkt, dass wir mit drei Erwachsenen und Prinzessin Mononoke (die sich allerdings nicht mit kleinen Kinderportionen zufrieden gibt) satt wurden, rechtfertigt sich der Preis wieder (etwa 33 Euro pro Person muss man in Wien ja durchaus auch einrechnen).

Somit kann unser erstes Ketten-Sushi-Experiment als Erfolg auf allen Linien gewertet werden. Natürlich ist uns hierbei klar, dass das Sticks’n’Sushi nicht mit anderen Anbietern zu vergleichen ist. Wie auf den Shirts der KellnerInnen zu lesen ist: ‚Fisch ist Sushi in Haute Couture’, ist das Sticks’n’Sushi mit Sicherheit auch ganz weit oben anzusiedeln. Wir freuen uns also auf die baldige Eröffnung der Berliner Dependance – und hoffen, dass es das Sticks’n’Sushi hoffentlich auch nach Wien verschlägt!

 

Wasabi: cremig, nicht allzu scharf

Ingwer: leicht fruchtig

 

Sushi’n’Sticks

Nansensgade 59

1366 Kopenhagen

… und an vielen anderen Orten….

Reservierung online

 

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